Graeftenhof Maine Coon Cats - Telgte

 

 

Die genaue Abstammung der Maine Coon ist unbekannt, aber hält man es für wahrscheinlich, dass es sich bei dieser Rasse um eine Kreuzung zwischen den im 18. Jahrhundert aus Europa nach Maine importierten diversen Langhaarkatzen handelt.

Die Maine Coon wurde früher als Farmerskatze gehalten, die sich in den extremen Wintern der nördlichen USA behaupten konnte. Ihr Allwetterfell mit der beeindruckenden Halskrause, das lange zottige Rücken- und Bauchfell mit dünner, aber fester
Unterwolle und der lange, buschige Schwanz eigneten sich ideal für das dortige Klima. Die Maine Coon hielt auf den Farmen die Ratten und Mäuse in Schach und schützte so das gelagerte Korn. Nach einigen Jahrzehnten der Vernachlässigung, gelangte die Rasse wieder zu neuem Ruhm und gehört heute zu den beliebtesten Rassekatzen - nicht nur in den USA.

Die Maine Coon verkörpert die größte domestizierte Katzenrasse. Die imponierenden Kater beeindrucken durch einen kräftigen und muskulösen Körper. Die etwas kleineren Kätzinnen erreichen Gewichte zwischen 4,5 und 6 kg. Für ihre Entwicklung benötigt diese Rasse etwa 4 Jahre. Die Beine sind fest und muskulös mit grossen Pfoten. Der Kopf ist als breiter, modifizierter Keil ausgebildet, mit runden Umrissen, einer breiten Nase, hohen Backenknochen und einer quadratischen Schnauze. Die Ohren sind am Ansatz gross und breit. Auf den Ohren sitzen kleine Haarbüschel, sogenannte Lynx-Tips, die ihnen den charakteristischen luchsartigen Ausdruck verleihen. Die Augen sind gross, oval und leicht schräg gesetzt. Der buschige Schwanz sollte die gleiche Länge aufweisen, wie der Rücken vom Halsansatz bis zum Wirbelsäulenende. Maine Coons sind in allen Farben und Zeichnungen zugelassen, ausgenommen chocolate, lavender, Colorpoint Farben und Abessinier ticked tabby.

Die Maine Coon ist eine freundliche Katze mit liebenswertem Charakter. Sie ist zärtlich, unterhaltsam und selbstbewusst, wobei sie eine vergleichsweise zarte Stimme hat. Als intelligente Katze interessiert sie sich lebhaft für ihre Umgebung. Maine Coons wollen der/n Person/en, welche sie lieben, stets nahe sein. Sie sind wahrhaft sanfte Riesen!

 

Die bekannteste dürfte sicher die der Verpaarung zwischen einer kurzhaarigen Hauskatze und einem Waschbären sein, der die Maine Coon im übrigen ihren Namen verdankt (engl. Waschbär = racoon), da ihr Schwanz dem eines Waschbären gleicht. Diese Version ist jedoch genetisch unmöglich! Eine weitere, sehr romantische Legende erzählt von einem Seefahrer namens Kapitän Samuel oder Stephen Cloug, einen der Hauptverantwortlichen an der Verschwörung, "Marie Antoinette" aus Frankreich herauszuschmuggeln und nach Wiscasset in Maine zu bringen. Daß dies nicht gelungen ist, beweist die Geschichte. Kapitän Cloug hat aber andererseits einige der Besitztümer der Königin nach Maine gebracht, darunter auch sechs Langhaarkatzen, die er als Haustiere hielt und die so ein Teil des Grundstocks der Maine Coon-Zucht geworden sein könnten.

Eine andere Geschichte und ein anderer Kapitän, nun Coon genannt, soll während der Kolonialzeit Perser und Angorakatzen an verschiedene Häfen der Küste Neu-Englands gebracht haben. Die dort geborenen langhaarigen Kätzchen nannte man Coon's Katzen.

Dann gibt es noch die Erzählung, daß die Vorfahren der Maine Coon Norwegische Waldkaten gewesen seien, die mit den Wikingern nach Neu-England kamen. Die Russen brachten Langhaarkatzen und die französischen Händler Hauskatzen von den Pyrenäen - sie alle zusammen ergaben die Maine Coon...

Nun, die genaue Entstehung der Maine Coon ist nach wie vor ungeklärt und wird es auch wohl bleiben. Wahrscheinlich entstammt die Rasse aus Kreuzungen vieler verschiedener Typen von Langhaarkatzen, die Seefahrer mitgebracht haben. In den kalten Regionen um Maine hat sich die Rasse im Laufe vieler Jahrzehnte ihre Robustheit angeeignet. Nur die stärksten und kräftigsten Tiere überlebten die kalten Winter und so kristallisierte sich im Laufe der Zeit die Maine Coon heraus. 

Rückblickend auf die Ausstellungsvergangenheit der Maine Coon in Amerika zeigt sich, daß diese Rasse schon im 19. Jahrhundert populär war. Bereits im Jahre 1895 gewann eine Maine Coon Katze namens Cosey die  Best in Show Wahl der National Cat Show, der nordamerikanischen Katzenausstellung, die am 08. Mai 1895 zum ersten Mal im Madison Square Garden abgehalten wurde. Cosey war eine black-tabby Maine (Coon) Katze. In den zwanziger Jahren verschwand die Rasse von den amerikanischen Ausstellungen, da Perser und andere exotischen Rassen beliebter waren. 1959 wurde die Rasse als "ausgestorben" bezeichnet, und in einer Zeitung von 1973 konnte man lesen, diese Rasse habe nie existiert. Was natürlich nicht der Wahrheit entsprach, tatsächlich gründeten 1968 einige Züchter die Maine Coon Breeders and Fanciers Association (MCBFA) und nach harter Arbeit wurde die Rasse schließlich anerkannt, von der TICA 1981, von der CFA 1983 und viel später von den anderen amerikanischen Katzenvereinen - die FIFé nahm sie 1983 auf.

 

Allgemein Die Maine Coon ist solide, robust und an ein raues Klima gewöhnt. Sie könnten auch gut im Schnee überleben.
Kopf Kopf: mittlere Breite, mittlere Länge, Schnauze: rechteckig und kantig. Wangenknochen hoch angesetzt, Kinn: kräftig, Nase: mittellang, bildet mit der Oberlippe eine Linie, ganz leichter Bogen im Profil gesehen.
Ohren groß, hoch angesetzt, weit auseinander stehend, gute Haarbüschel, breit am Ohransatz, spitz zulaufend, Pinsel erwünscht.
Augen groß, ausdrucksstark, weit und etwas schräg gesetzt in Richtung des Außenohrs. Eulenartig. Augenfrben: Alle Schattierungen von grün-, golden oder kupferfarben. Weiße Katzen dürfen auch blaue oder zwei verschiedenfarbige Augen haben. Keine Vorschrift bezüglich Kombination von Fell und Augenfarbe.
Nacken sehr muskulös und mittellang
Körper muskulös, breiter Brustkorb, Größe: mittel bis groß. Katzen sind meistens kleiner als Kater. Körper: lang gestreckt, harmonisch, großrahmig, kantig, die Erscheinung darf mit keinem Teil der Anatomie so übertreiben, dass Schwächen begünstigt werden. Die langsame Entwicklung der Maine Coon ist zu berücksichtigen. Sie sind erst mit 4 Jahren ausgewachsen!
Beine Beine: kräftig, solide, fest; breit gesetzt, von mittlerer Länge, harmonisch zum Körper. Pfoten: groß, abgerundet mit Schneeschuh. Fünf Zehen vorn; vier Zehen hinten.
Schwanz lang, breit am Schwanzansatz, verjüngt sich am Schwanzende. Das Schwanzfell ist lang und buschig.
Fell grob, weich und zottelig; kürzer an den Schultern und länger an Bauch, Seiten und Hinterbeinen; Kragen wünschenswert, Fell fällt glatt, Felltextur ist seidig und weich.
Farben Die Maine Coon kommt vor in den Farben black, white, red, blue, cream, tortie und blue-tortie (tortie und blue-tortie nur bei weiblichen Tieren!). Jeweils mit oder ohne white, tabby, silver.
Fehler Das Fell ist kurz oder überall gleich lang. Zierlicher Knochenbau, ein zu schwaches Kinn, permanentes Schielen, Medaillons oder ein zu geringer Weißanteil (Flecken), Knoten oder Knickschwanz, unkorrekte Anzahl der Zehen (Polydactylie = Vielzehigkeit). Das alles führt auf einer Ausstellung zur Disqualifikation.

 



 

Kopf    30
   Form 15    
   Augen 10  
   Ohren  5  
Körper    35
   Körperbau 20  
   Nacken  5  
   Beine und Pfoten  5  
   Schwanz  5  
Fell    20
Farbe    15
   Fellfarbe 10  
   Augenfarbe  5  
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